Soeben komme ich von Dreharbeiten bei einem dreitägigen Zeltfest zurück. Heute stand auf dem Programm: Musikunterhaltung am Abend filmen. Ein Novum für mich, denn normalerweise scheue ich solche Großveranstaltungen mit ohrenbetäubender Livemusik wie der Teufel das Weihwasser.

Nun gut, erstes Kuriosum (zumindest für mich): Die Musik fing erst um 22:15 Uhr zu spielen an – eine Zeit, zu der ich normalerweise von einem Konzert schon wieder auf dem Heimmarsch bin. Zweites Kuriosum: Die Leute selbst kamen erst um diese Zeit. Naja, klar, wenn man zu Hause erst stundenlang “vorglüht”, dann ist die Zeit erklärbar. Drittes Kuriosum: Trotz strömendem Regen und tiefen Außentemperaturen waren manche Leute (hauptsächlich Mädels) angezogen als würden sie in der Karibik am Strand liegen…
Als die Musik dann aber zu spielen begann, war ich heilfroh, vorgesorgt zu haben: Mit Ohrenstöpseln wurde der Lärm (anders lässt es sich nicht bezeichnen) kurzerhand um 39 Dezibel reduziert – erst dann war die Lautstärke halbwegs erträglich. An Konversation war selbst im hintersten Winkel des Zeltes nicht zu denken. Nach zwei Musikstücken, zwei Bier (in der Wartezeit konsumiert – wir Unwissende waren schon um 21:00 vor Ort…) und 2×20 Inserts suchten mein Kollege und ich schnell wieder das Weite und die angenehme Ruhe des Schnittzimmers.

Jahrelang habe ich mich gefragt, ob ich nicht was versäumt hatte, weil ich nie auf solche Feste ging. Seit heute weiß ich: Ja, ich habe was versäumt – mindestens einen Gehörsturz! Welch Verlust!

Achtung, Achtung, es folgt eine wichtige Durchsage zu einem absoluten Megaschnäppchen!

In einem Katalog (mir fällt nicht mehr ein, welcher) sah ich es vor einigen Tagen: Wenn man dem Anbieter ein Hühnchen, äh… ich meine natürlich Handy,  abkauft, bekommt man “DAS GANZE INTERNET UMSONST!” Ja, Sie haben richtig gelesen! Flatrate war gestern, Null-Euro-Surfen auch – denn wozu braucht man das noch, wenn einem das GANZE Internet gehört? Ich frage mich nur, wie das funktioniert, wenn ein paar tausend Leute je das GANZE Internet kaufen. Ich frage mich aber auch, wie die das ganze Internet liefern? 20 LKWs voller 2-Terabyte-Festplatten? Und wie sieht’s da mit den Updates aus?

Noch viel besser ist es aber, wenn einem nicht nur das Internet sondern Google gehört – denn Google weiß alles. Doch wie soll man Google kaufen? Ganz einfach: Zum Mediamarkt gehen. Dort gibt es jetzt das Android G1 – ich zitiere: “Das Internethandy mit Google”. Da ist also Google – die ganze Firma mit allen Daten und allen Angestellten mitsamt Bauwerken und Servern –  in dieses kleine Handydings gequetscht. Wahnsinn, die ganze Firma für nur einen Euro beim MediaMarkt…

Liebe Werbefritzen, wie ging der Spruch gleich noch mal? Ach ja: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten – oder die Tastatur nicht benutzen. Oder, noch besser: Den Beruf wechseln. Einen Vorschlag hätte ich ja schon Die Dönerbude um die Ecke sucht noch jemanden: “Servierkraft mit Erfahrung für Wochenende gesucht”. Da muss man nicht mal was können – denn das Abstraktum Wochenende ist leicht bedient und als Gast recht anspruchslos.

In diesem Sinne ein schönes Pfingstfest!

Einige Tage sind ins Land gegangen, seit ich mich über die angedachten Internetsperren in Österreich aufgeregt habe. In diesen Tagen musste ich feststellen, dass ich von meiner Zeitung etwas falsch informiert wurde – dort stand nämlich drin, dass über Internetsperren in Oberösterreich nachgedacht werden würde. In Wahrheit war es aber ein Initiativantrag der OÖ. Landesregierung, der die Bundesregierung auffordert, solche Internetsperren nach dem deutschen Modell einzurichten. Der genaue Text ist hier nachzulesen: http://www1.land-oberoesterreich.gv.at/ltgbeilagen/blgtexte/20091875.htm

Im ersten Beitrag  zeigte ich mich ja schockiert darüber, dass sich sogar die Grünen für diesen Antrag ausgesprochen hatten. Einige Mails mit der Parteizentrale später herrscht nun Klarheit: Die Grünen sind vehement gegen Internetsperren – der Initiativantrag wurde unterzeichnet um zu signalisieren, dass die Grünen generell für schärferes Vorgehen gegen Kinderpornographie im Internet sind. Der Schuss ist wohl etwas nach hinten losgegangen, aber wenigstens ist die Klarstellung eindeutig und unmissverständlich. Nachstehend einige Ausschnitte aus dem Mail vom Dialogbüro des grünen Parlamentsclubs:

Die Grünen treten scharf gegen jede Form des Kindesmissbrauches, einschließlich der Kinderpornographie auf. Gerade deshalb fordern die Grünen jedoch, dass die Mittel und Personalressourcen der Exekutive für jene Ansätze in der Bekämpfung der Kinderpornographie eingesetzt werden, welche am erfolgversprechendsten sind und neben einer Verhinderung der Verbreitung kinderpornographischen Materials insbesondere auch die Produktion und damit die Schädigung weiterer Opfer effektiv unterbinden können.

Die derzeit etwa in Deutschland diskutierten „Internetsperren“ gegen Seiten mit kinderpornographischen Inhalten stellen jedoch nach Meinung zahlreicher ExpertInnen keine geeignete Maßnahme dar, da sie sich leicht umgehen lassen und darüber hinaus die eigentliche Wurzel des Problems nicht bekämpfen.

Wie in Versuchen bewiesen wurde, kann mittels einfacher Intervention bei den Hostingprovidern von kinderpornographischen Seiten in den allermeisten Fällen binnen Stunden eine komplette Abschaltung und Löschung der Seiten erzielt werden. Die überwiegende Zahl solcher Server wird in der westlichen Welt gehostet (USA, Belgien, Deutschland ua.), so dass ausreichende Zugriffsmöglichkeiten gegeben sind. Darüber hinaus bestehen durch Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden vor Ort bessere Chancen die Produzenten auszuforschen, als wenn deren Seiten bloß mit einem „virtuellen Vorhang“ im Internet verhängt werden. Mit entschiedenem Vorgehen gegen die Produzenten kann die Verursachung weiteren Leides durch fortgesetzten Missbrauch am ehesten bekämpft werden. Doch auch die Kunden müssen weiterhin zur Verantwortung gezogen werden.

Durch die Schaffung von Sperrmöglichkeiten für Internetseiten besteht die Gefahr, dass stückweise ein System der Internetzensur begründet wird, welches mit den Grundrechten nicht vereinbar wäre. Bereits jetzt fordern etwa auch Vertreter der Musikindustrie Internetsperren gegen Tauschbörsen, in Deutschland diskutiert werden Verbote für Glücksspielangebote, und in Belgien können bereits alle Seiten gesperrt werden, die „gegen die öffentliche Ordnung oder die guten Sitten“ verstoßen. Weitere Auswüchse wären nur eine Frage der Zeit. Daneben besteht auch die Gefahr von gesetzwidrigem Missbrauch der Sperrmöglichkeiten, wenn nicht ausreichender Rechtsschutz gegeben ist. Im deutschen Modell etwa könnte das Bundeskriminalamt alleine ohne zusätzliche Kontrolle entscheiden, welche Seiten gesperrt werden sollen.

Der grüne Parlamentsklub steht daher Internetsperren, wie sie derzeit etwa in Deutschland diskutiert werden, ablehnend gegenüber.

Die oberösterreichischen Grünen haben mittlerweile klargestellt, dass sie mit der Zustimmung zur Resolution im oberösterreichischen Landtag ihre entschiedene Haltung gegen Kinderpornographie zum Ausdruck bringen wollten. Allfällige Sperren wären nach ihrer Sicht nur nach Einhaltung eines rechtsstaatlichen Verfahrens und gerichtlicher Anordnung zulässig. Die technischen Details der Umsetzung waren nicht Gegenstand der Resolution.

Damit ist für mich mehr als klar, welche Partei ich in Zukunft unterstützen werde – noch viel mehr, als sich die Grünen in meiner Anfrage zu diesem Thema auch vehement gegen Softwarepatente ausgesprochen haben – eine Position, die mir bei den vor der Türe stehenden Europawahlen höchst wichtig ist.

Hiermit eröffne ich feierlich meine neue Kategorie in meinem Blog, die eine Art Kolumne werden soll in der ich über Dinge schreibe, die mir auffallen, die mich aufregen oder die mir sonstwie erwähnenswert erscheinen. Alleine schon der Name “The Scheißdreck-Chronicles” ist als Seitenhieb auf die grassierende Welle von unnötigen, teils hirnverbrannten Anglizismen gedacht um die es in meinen Beiträgen unter anderem auch gehen wird. Doch nun gleich auf zum ersten Eintrag:

Teil 1: “Ja ja, der Alkohol!”
Heute war ich in Bad Schallerbach die sehr beeindruckende Landesgartenschau besuchen. Als ich wieder daheim angekommen die Eintrittskarte umdrehte, fiel mir die Kinnlade herunter und ich hatte meine Mühe, die Futterluke wieder zu schließen. Da war sie, die Lösung für alle Alkoholprobleme dieser Welt! Das Mittel, das es mir morgen am Stammtisch erlauben wird, 10 Halbe Bier zu trinken und nachher trotzdem noch mit dem Auto heim fahren zu dürfen. Das Wundermittel heißt – und jetzt bitte anschnallen: “antialkoholisches Getränk.” Ich stelle mir die Wirkung dieses Getränkes so vor: Es ist ein langer Abend, man trinkt zehn Bier. Nun bestellt man sich beim Wirt 10 antialkoholische Getränke, die nun – wie der Name es ja vorgibt – anti, also gegen den Alkohol wirken und den Alkoholgehalt im Blut auf 0,0 Promille reduzieren.
Klingt gut? Es kommt noch besser! Der Körper baut ja Alkohol ab, wenn man also fünf Stunden beim Wirt sitzt, hat man also am Ende die ersten beiden Biere schon wieder weggesteckt. Trinkt man nun 10 antialkoholische Getränke, die jeweils genau die Wirkung eines Bieres aufheben, so hat man also – streng genommen – einen negativen Promillewert. Also kann man im Stehen nochmals zwei Biere zischen und ist bei der Heimfahrt dennoch bei 0,0 Promille angekommen. Das ist DIE Erfindung auf die die Welt gewartet hat!

Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht war einfach nur der Depp, der die Werbung in Auftrag gegeben hat, zu blöd, aus den beiden Vorsilben “an” und “anti” die richtige auszuwählen? Wenn ich es mir so recht überlege, ist dies wohl leider die wahrscheinlichere Variante. Naja, dann werde ich eben morgen doch nur zwei Halbe Bier trinken – kommt zudem günstiger.

Mit Zornesröte im Gesicht ob der gehörigen Portion an Scheiße (verzeihen Sie mir den Ausdruck, aber es gibt keinen passenderen) welche in Deutschland gerade von Politikern verzapft wird, wenn es um Sperrmaßnahmen für kinderpornographische Angebote im Internet geht, saß ich in der letzten Zeit vor dem Rechner wenn es wieder Neuigkeiten zu der Thematik gab. Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich bin natürlich dafür, dass die Kinder geschützt und kinderpornographische Angebote aus dem Netz entfernt werden, aber die Art und Weise, mit der es Deutschland versucht, ist hirnrissig, nutzlos, die Grundrechte hintergehend und potentiell gefährlich. Einfach gesagt: Statt aktiv die Angebote aus dem Netz zu nehmen will Deutschland für seine Internetnutzer nur einen Vorhang vor diese Angebote ziehen – aus den Augen aus dem Sinn. Sehr scheinheilig – und in wenigen Sekunden am Rechner zu umgehen, also nutzlos! Die absolute Höhe war es dann ja noch, mich mitsamt allen anderen Leuten vom Fach von der deutschen Zensursula an der losgelassenen Leine als IT-Experte als potentiell schwer pädokriminell bezeichnet zu sehen! Geht’s noch?

Doch die Diskussion beschränkte sich auf Deutschland. Bis vor wenigen Tagen, als plötzlich die oberösterreichische Landesregierung entschied, es doch den Deutschen nachzumachen und den selben Schwachsinn bei uns aufzuziehen! Ich verlor schlagartig meinen Glauben in die eigentlich sehr vernünftig arbeitende Landesregierung. Diese Situation bringt mich jetzt in eine Zwickmühle: Meine präferierten Parteien ÖVP und GRÜNE sind auf einen Schlag unwählbar geworden, ebenso die SPÖler, die ich eigentlich sowieso nie sonderlich mochte. Wer stellte sich gegen diese Sperren? Die Rechtspopulisten! Bringt mir wenig, denn FPÖ und BZÖ sind für mich alleine schon von deren Grundeinstellung her absolut unwählbare, hirnlose, antisemitische Zombies und latente Neonazis. Doch wen soll ich nun heuer bei den Landtagswahlen wählen wenn niemand mehr übrig bleibt? Ich weiß es im Moment wirklich nicht und hoffe, dass wenigstens den Grünen noch etwas Hirn nachwächst und sie die Hirnverbranntheit des Vorschlages erkennen. Die nächsten Wochen werden es zeigen…

Was mich an meinem iMac immer schon nervte, war die fehlende Lüftersteuerung – sowohl unter Mac OSX als auch unter Linux. Der iMac ist gebaut um leise zu sein, was sehr zu Lasten der Systemtemperaturen geht. Für OSX gibt es ein Tool zur Lüftersteuerung basierend auf den Temperatursensoren, für Linux fand ich nichts brauchbares.

Gestern fand ich ein Script, dass es mir endlich erlaubt, das zu tun, was ich will. Es war jedoch einige Arbeit nötig bis das Script dann wirklich genau das tat, was ich wollte.

Hier ist das Original zu finden: http://stargate.solsys.org/mod.php?mod=download&op=download&download_id=27
“Dunkelstern” hat auf seinem Blog eine überarbeitete Version veröffentlicht, welche mir als Basis diente: http://dunkelstern.de/pages/blog/2009/01/30/18-54-31

Und ich? Ich habe das Script so geändert, dass es die Tatsache berücksichtigt, dass der Kühler sowohl CPU als auch GPU kühlt. Die jeweils höhere Temperatur wird als Ausganspunkt für die Lüfterdrehzahl verwendet – es kommt ja durchaus vor, dass die CPU viel arbeitet, die GPU aber nicht und umgekehrt. Außerdem habe ich die Drehzahlen, den Intervalltimer und die Temperaturen auf mein konkretes iMac-Modell angepasst – ein 2008er 8,1-iMac mit ATI 2600XT-Grafikkarte. Bei anderen Systemkonfigurationen gelten unter Umständen andere Sensorennamen/Werte/Hitzeunterschiede.

Wer sich für das Script interessiert, kann es hier herunterladen – nähere Details stehen als Kommentare am Anfang des Scriptes: http://www.doblmann.de/applesmc.sh

ACHTUNG: Das Script steuert NICHT die Lüfter von Festplatte/DVD-Laufwerk – diese Lüfter empfiehlt es sich sowieso, statisch in der /etc/rc.local zu definieren (Richtwerte: HDD: 2600, ODD: 1700).

Über ein Jahr lag es stiefmütterlich behandelt und mit leichten Rostflecken übersät in meiner Sammlung: Ein Rasiermesser der Firma Herberz aus Solingen, gefertigt aus einem 14er-Rohling. Heute erbarmte ich mich dem Messer, polierte es behutsam auf (behutsam nicht nur wegen des erstaunlich dünnen Hohlschliffes, der nicht viel Materialabtrag erlaubte) und verpasste ihm neue Griffschalten aus Perlholz, die mir der Kölner Rolf eigentlich mal für ein anderes Messer gefertigt hatte:

Vorher:

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Nachher:

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Nach langer, langer Zeit habe ich mich mal wieder daran gemacht, einem Messer ein neues Heft zu spendieren. Dass dieses Projekt überhaupt zustande kam, ist einem Zufall zu verdanken: Ein amerikansicher Seifensieder wollte zwei Messer im Tausch gegen Seifen geschärft haben und er fragte mich, ob ich auch Griffschalen machen würde. Dies verneinte ich, denn wirklich groß will ich in diese Materie nicht einsteigen. Als das Gespräch aber auf Ebenholz kam sagte ich zu, denn davon lag noch eine Kantel bei mir herum. Nunja, langer Rede kurzer Sinn: nachstehend die Bilder vom Ergebnis einer Komplettrestauration eines W&B Pseudo-Framebacks (noch nicht geschärft):

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Vor einiger Zeit bekam ich von Erik ein Wanderpaket mit verschiedensten Duftgrundstoffen zum Schnuppern und Probieren zugesagt. Viele der Duftstoffe erreichten meine Nase zum ersten Mal in purer Form. Mit einigen der Düfte stellte ich auch Kombinationsexperimente (mittels bedufteten Papierstreifen) an, aber dazu später mehr. Hier erstmal eine ungeschminkte Liste mit meinen Assoziationen zu den verschiedenen Duftsubstanzen:
Elemi Gummi: Süß, wie Orangenbrausepulver, sehr lecker
Tonkabohnen: aromatisierter Rotwein-Pfeifentabak. Dunkel, geheimnisvoll, eine Spur von Pfeffer, fruchtig.
Coumarin: ähnelt Vanille, aber deutlich grüner, leicht fruchtig, weich
Vanillin: Eher künstlich, weniger facettenreich wie Bourbonvanille
Styrax Amber: ganz eigenwillig, leicht alkoholisch beim Einatmen, dunkel, geheimnisvoll
Guayak Res. + DPG: Grün + Wald
Perubalsam: Dunkle, fermentierte Gräser
Aldehyd C14: wie eingedickter Modellflugzeugbenzin (Nitromenthan), ganz dezent
Patchouli: Kopfnotenlastig, frischer, heller als Perubalsam
Capaibabalsam: Zwetschke in Leinölfirnis
türkische Rose 1:3: Ja! Rose! Nicht zu vergleichen mit dem künstlichen Zeug!
Alpha-Ionon: So einen Hustensaft hatte ich mal. Himbeere?
Jasmin Abs.: Früh-Ling, Mai-Glöck!
Lilial: Sehr dezenz blumig, angenehm
Hedione: Jasmin! Aber dezenter
Galaxolid: Moschus? Billige Parfums riechen oft stark in diese Richtung.
Benzylacetat: Blumig, aber stechend. Meine Nase braucht eine Pause!
Vetyver Res. 50:50: Vetyver eben.
Citral. Cis.: Zitrone! Ganz sicher! Ich schwöre!
Linalool: Koriander und Lavendel zusammengemischt
Tolubalsam 1:1 Alc: harzig, mit einem Spritzer Zitrone. Vanille?
Anis: Erkältungstee; kräuterig
Palmarosa: Noch so ein Gräserduft
Zibet Absol. 2%: Moschus+Flieder. Hat das was mit der Kaffee kackenden Katze zu tun?
Grapefruit: Ich liebe es. Da kann ich mich nicht dran satt riechen. Jetzt will ich eine Orange essen.
Lavendel: Mein absoluter Liebling! Mhhhh. Ich bin im siebten Himmel!
Iso: Oh mein Gott. Das Zeug. Neiiiiiin! Da muss ich jetzt stundenlang dran schnüffeln.
Benzoe Res. 1:3 Alc: Süßlich, aber eher Süßstoffsüß
Linalyl Acetat: Noch süßlicher, aber sehr fein.
Wacholderbeer: Sauerkraut. Wenn man nicht aufpasst, isst man so einen Knubbel mit
Cèdre: Wenn Bäume im Wald auch so riechen würden. Ich liebe Holz!
Ingwer: Ähnlich wie Patchouli.
Rote Mandarine kalt gepresst: WOW, hatte ich mir anders vorgestellt. Sehr weich, rund.
Sandelholz: Orientalisch – der Stoff aus dem Träume sind!
Vanille Abs.: Mamas Kuchen!
Geranium: Gräserig aber nicht aufdringlich, eher rund, dunkel
Rosenholz: Mmmmhhh. Jetzt verstehe ich warum da manche Griffschalen draus basteln
Beta Ionon: Veilchen?
Petitgrain: Fußbad!
Bergamotte: Noch so eine gedämpfte Citrusart, sehr lecker
Olibanum: Mystisch, weihrauchartig
Ylang Ylang: Blumig, kräftig, süßlich
n Hexylacetat: sehr süß. Gummibärenartig
Basilikum: Damit würze ich gerne, aber als Duft?
Citronellol: Genau so riecht ein Kneipp-Badewannensprudelblubberdingsbums

Es war auf alle Fälle sehr interessant und lehrreich, all diese Geruchseindrücke zu erleben. Wenn ich auch nicht glaube, dass ich in der nächsten Zeit mein erstes Parfum kreieren werde, so ist es doch wertvoll, die Ingredienzen in verschiedenen Duftwässern und Rasierprodukten nun genauer bestimmen zu können.

Schon seit längerer Zeit spukte der Gedanke in meinem Kopf herum, selbst mal im Kaltverfahren eine Körperseife herzustellen. Mein Bruder organisierte das NaOH und so gingen wir vor zwei Tagen am Abend ans Werk: Es sollte eine Olivenölseife werden, mit gemahlenem Kaffee als Peeligeinlage und zur Deodorierung. Als antibakterieller Wirkstoff wurde mit Teebaumöl beduftet, dazu kam ein Schuss BIO-Lavendelöl aus der Provence.

Die Seife selbst (Überfettung: 5%) wurde erstellt aus:

90% Olivenöl
9% Rapsöl
10% Kaffeebohnen
Flüssigkeit: Schwarzteeaufguss

Heute wurde die Seife aus der Form genommen und in Stücke geschnitten. Sieht doch ganz annehmbar aus, oder?

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fertig geschnittene Seifenstücke

In ein paar Wochen, wenn die Seife fertig abgelagert ist, können wir sie testen. Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Das war die erste aber nicht die letzte Seife, die ich selbst gemacht habe!

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