Wie am 25.11. hier gebloggt habe ich meine Stellugnnahme zum österreichischen Internetzensurgesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes abgegeben. Die eingelangten Stellungnahmen wurden hier veröffentlicht: http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/ME/ME_00117/pmh.shtml Bloß komisch, dass meine nicht dabei ist, obwohl sie in der Form absolut korrekt eingereicht wurde. Will der Österreichische Staat hier ganz bewusst durch das “vergessen” von Stellungnahmen die Protestwelle in der Bevölkerung herunterspielen? Wollen sie Kritiker verstummen lassen? Oder ist es einfach nur ein weiterer Fall von behördlicher Schlamperei? Wie dem auch sei, dies ist eine absolut unzumutbare Frechheit, die ich nicht auf mir sitzen lassen werde. Denen in Wien werde ich so lange einheizen, bis sie meine E-Mail finden und meine Stellungnahme zu den anderen hinzufügen!

UPDATE:

Ich habe Antwort auf eine E-Mail an die Parlamentsstelle bekommen. Es sieht so aus: Das Begutachtungsverfahren wurde vom BMVIT geleitet, es gibt aber zwei(!) Adressen an die man seine Stellungnahme absenden kann – einmal an das BMVIT und an das Parlament. Von letzterem war nirgendwo die Rede. Das BMVIT *sollte* die eingehenden Stellungnahmen an die Abteilung im Parlament weitersenden, damit diese bearbeitet und online gestellt werden. Am Wörtchen *sollte* ist schon zu erkennen wie theoretisch dies ist, denn in meinem Fall (und in wie vielen anderen?) ist dies nicht passiert. Eine Anfrage beim Parlament ergab eine sehr schnelle Nachforschungsaktion, bei der eben auch auftauchte, dass meine Stellungnahme beim BMVIT liegen geblieben war. Obwohl die Frist verstrichen ist, wird meine Stellungnahme vom Parlament noch bearbeitet und veröffentlicht. Ende gut, fast alles gut – ein gewisser Zorn auf das BMVIT bleibt aber…

PS: Mit Parlament sei immer die dort für die Bearbeitung zuständige Stelle bezeichnet.

Es ist so weit: Österreich wählt ein neues ORF-Publikumsrad. Oder war es Rat? Ist ja auch egal, denn was diese Bande an Leuten (von denen kaum einer mit Medien auch nur die geringste Berührung hat…) macht, weiß ohnehin kein Schwein.

Darum soll es aber nicht gehen, sondern um die höchst skandalöse Art der Wahl selber! Mein Vater bekam heute einen Brief von einer Partei mit einem Ersatzwahlzettel. Der Wahlzettel ist NUR per Fax (ja, klar, jeder Gebührenzahler hat ein Fax daheim…) einzusenden. Alternativ kann man den Wahlzettel auch beim Ortsparteiobmann(!!!) abgeben, welcher die Wahlzettel dann über das Bezirksparteisekretariat an die Wahlbehörde (den ORF?) weiterleitet. Damit aber noch nicht genug der Frechheiten: Auf dem Wahlzettel müssen persönliche Daten wie Name und Geburtsdatum angegeben werden. Was soll dieser hirnverbrannte Scheißdreck???? Wenn ich zu einer Wahl gehe, dann soll das – verdammt noch mal – geheim geschehen. Aber diese Voll…. da oben am Küniglberg haben anscheinend dermaßen einen an der Waffel (nicht dass wir das angesichts des absolut beschissenen und volksverblödenden Fernsehprogrammes nicht wüssten), dass es einfach nur unglaublich ist. Sogar in jeder Diktatur gibt es eine geheime Wahl. Zwar mit Wahlfälschung hinterher aber immerhin geheim. Manchmal könnte ich schreien vor lauter Blödheit auf dieser Welt…

Ich hasse Hitlervergleiche, aber ich muss wieder einen anbringen: Bei der Wahl über den Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland sah der Bürgermeister den Leuten beim Kreuzchenmachen zu. Fast genau so ist es bei dieser Pseudo-Wahl. Wo ist der Aufschrei der Datenschützer?

Nachdem das Zweit-Backup (jaja, ich bin paranoid) mit Unison eeeeeeewiiiiig gedauert hat, habe ich nun ENDLICH Lucid Alpha 2 installieren können. Die Umstellung könnte jeden Windows-User die Haare raufen lassen: Die Umstellung inklusive Installation des Systems, der Programme und einiger Spezialsachen (wie mein Lüfterscript für den Mac) hat insgesamt nur etwa zwei Stunden gedauert – jetzt arbeite ich mit dem neuen System weiter inklusive ALLER alten Einstellungen, Dateien etc… DAS soll mir mal einer unter Windows nachmachen, wenn er etwa von Windows XP auf Windows 7 wechselt :D

Nachdem mir mein Windows7 in der Virtualbox derart massiv Arbeitsspeicher wegfrisst (eine Frechheit, was dieses System an RAM braucht!) erweitere ich meinen Rechner von 2 auf 4GB RAM. Dies bringt auch einen Umstieg auf ein 64bit-OS mit sich um diesen Speicher auch zur Gänze nutzen zu können. Nachdem vor ein paar Tagen die Alpha 2 von Ubuntu 10.04 (welches Ende April fertig sein soll) erschienen ist, steige ich heute auf dieses System um. Ich freue mich schon sehr auf die drei Monate Alpha- und Betatest, die vor mir liegen, hatte ich diese Phase doch schon bei Karmic sehr genossen. Alle Zeichen deuten auch darauf hin, dass 10.04 für mich ein großartiges System werden wird. ENDLICH funktioniert die 3D-Unterstützung in den freien Treibern für neuere ATI-Grafikkarten sodass ich den proprietären Treiber nicht mehr brauche, KMS wird nun auch unterstützt und es gibt natürlich – wie immer – tausende kleinere Änderungen und Verbesserungen mehr.

Jetzt nur noch das Backup abschließen und dann wird die Installations-CD gezückt. Wir sehen uns, leuchtender Luchs!

Letzte Woche haben wir für meinen kleinsten Bruder (naja, er ist auch schon fast 15) ein neues Notebook gekauft. Bei meiner Hausmarke Lenovo gab es leider nichts zu seinen Wünschen passendes, deshalb wurde es ein MSI EX628. Als ich das mitgelieferte Windows7 ansah dachte ich, mich trifft der Schlag: Ein Rechner mit 4GB RAM und 1GB Grafikspeicher wurde mit einer 32bit-Version von Windows7 ausgeliefert. Welches Kraut haben diese Kasper geraucht, damit ihnen so ein hirnverbrannter Schwachsinn eingefallen ist? Es weiß doch jedes Kind: Bei 32bit-Systemen ist mit der Speicheradressierung bei 4GB Schluss – alles darüber kann nicht genutzt werden. Zu diesem Rechner hätte also klarerweise die 64bit-Ausgabe von Windows7 gehört und sonst nichts. Ich bin schon gespannt, was der Support von MSI zu ihrer eigenen Dummheit sagen wird. Allerdings befürchte ich (ich kaufe normalerweise keine Windows-Rechner) dass diese Praxis der Kundenverarsche auch bei anderen Herstellern eher die Norm denn die Ausnahme ist…

Es gibt Neuigkeiten aus Berlin – genauer gesagt von Erik Kormann, dem Erfinder der beliebten Rasiercreme/-seife “Tabula Rasa”: Das Aftershave-Gel “Cool & Blue” ist fertig und ich habe von Erik eine Flasche zum Testen bekommen. Das Gel kommt in einer 50ml-Flasche mit Pumpspender daher. Von der geringen Menge nicht entmutigen lassen – ein kleiner Klecks reicht vollkommen und die ganze Flasche soll bis zu einem Jahr reichen – was den Preis von knapp 20€ wieder relativiert. Beim Auftragen im Gesicht bemerkt man zuallererst den Duft: Frisch, balsamig mit an Weihrauch und Myrrhe erinnernden Anflügen – sehr geheimnisvoll. Als nächstes merkt man das Menthol, wohl dosiert ist es, nicht zu stark aber dennoch bemerkbar. Für mich macht allerdings nicht nur das Menthol dieses Produkt zu einem für den Sommer, sondern auch dessen Leichtigkeit, denn meine nach Fett lechzende Haut (ich stelle in dieser Hinsicht allerdings wirklich ein Extrembeispiel für Pflegebedarf dar) vermisst diesen Faktor etwas. Das Fehlen von Fetten (wie Sheabutter, Arganöl) erklärt auch die wunderbare Eigenschaft des Produktes, sofort in die Haut einzuziehen und keinerlei Schmierfilm auf der Backe zu hinterlassen. Was bleibt ist nur der wunderbar sinnliche Duft. Für Männer mit unempfindlicher bis normaler Haut oder im Sommer ein wirklich sehr gutes Produkt mit einem ausgezeichneten Duft.

Interessiert? Dann gleich auf zu Eriks Webshop

Nähere Infos gibts auch noch in Eriks Weblog:
http://www.aromatisches-blog.de/2009/12/07/nassrasur-after-shave-gel/
http://www.aromatisches-blog.de/nassrasur/

Bild: Erik Kormann

Bild: Erik Kormann

Wer findet den Fehler (respektive: die Kundenverarsche) auf dieser Sauerkrautpackung? Die Lösung gibt’s im Kommentar zum Artikel.
(Tipp: Auf das Bild klicken für eine größere Ansicht)

Es gibt genau zwei Dinge auf dieser Welt, die ich abgrundtief hasse:

1.) Digitale Knebel, äh, Verzeihung, DRM – zu Deutsch Digitales Rechtemanagement. Was ist das? In Kurzform: Der Rechteinhaber kann bestimmen wo die Audio- oder Videodatei (oder anderes) abgespielt und ob bzw. wie es kopiert werden kann. Der Käufer/Nutzer wird damit massiv eingeschränkt. Beispiel: Früher waren alle Lieder die es bei iTunes zu kaufen gab DRM-verseucht. Das Aufspielen auf verschiedene Abspielgeräte wurde unterbunden. Diese digitale Knebelei des Kunden kotzt mich gewaltig an und ich boykottiere alles was mit DRM zu tun hat – also auch Blu-Ray! Beim digitalen Kino sorgt DRM dafür, dass die externen Festplatten, auf denen der Film drauf ist, nicht kopiert werden können – genauer gesagt sorgt es dafür, dass die spezielle Kopie nur auf einem spezifischen Projektor läuft. Sogar die Spielzeiten können mit DRM eingeschränkt werden, sodass der Verleiher und nicht der Kinobetreiber entscheidet, wann ein Film gespielt werden kann. Dies bringt mich zu Punkt 2:

2.) Digitales Kino! Ich HASSE es! Warum? Weil die Verleiher – trotz massiv geringerer Kosten gegenüber der Analogkopie – die Kinobetreiber weiterhin mit Knebelverträgen zur Ablieferung des gleichen prozentualen Anteils an der Kinokarte zwingen. Heißt konkret: Ob Analog- oder Digitalkopie, der Kinobesitzer muss bei Standardverträgen zwischen 50 und 60% der Einnahmen an den Filmverleih abtreten. Mit Digitalkopien hat hier also NUR der Verleiher einen finanziellen Vorteil. Außerdem halten die Verleiher bei vielen Filmen – ohne jeglichen technischen Grund – daran fest, gewisse Filme erst in die ganz großen Kinos und erst lange nach Start an kleinere Kinos zu verleihen. In Zeiten des digitalen Kinos wo eine Kopie auf Festplatte fast nichts kostet (im Vergleich zur analogen Kopie die sich im vierstelligen Bereich bewegt) ist dies nur damit zu erklären, dass die Verleiher kleine Kinos “erwürgen” wollen. Von der fehlenden Willigkeit der Verleiher, kleinere Kinobetreiber (im Gegensatz zu den großen Ketten) beim Umstieg auf digitale Projektion finanziell zu unterstützen, will ich gar nicht reden. Darüber hinaus ist die Digitaltechnologie anfällig. Ich saß mal in einem Film, da musste der Projektor zweimal neu gestartet werden, weil er abstürzte (wird wohl Windows drauf laufen…). Und die Qualität? Die übliche 2k-Projektion kann an eine gute Analogkopie um Meilen nicht heran! Von Archivfestigkeit will ich gar nicht wirklich anfangen – nur so viel: Welcher Projektor kann in 20 Jahren heutige Digitalkopien noch abspielen? Wo 35mm jahzehntelang weltweit für Kompatibilität sorgte sorgen immer neue digitale Entwicklungen heute und in Zukunft für massive Einschränkungen und teure Folgeinvestitionen für die Kinobetreiber welche sie schon in wenigen Jahren (statt wie bisher Jahrzehnten) dazu zwingen werden, neue Projektoren anzuschaffen. Die Rechnung dafür wird der Kinogeher bezahlen müssen.

Warum die lange Vorrede? Weil bei der Vorpremiere des neuen Cameron-Filmes “Avatar” das DRM-System bei etlichen 3D-Digitalkopien streikte und so die Leinwand schwarz blieb. Ihr solltet mich vor dem Bildschirm feixen sehen – mit klassischen 35mm-Analogkopien wäre das nicht passiert!

Ein Beitrag auf theshaveden.com führte mir die Absurdität vor Augen mit der sich viele Fanatiker der Nassrasur nähern. Blicken wir in die Vergangenheit zurück, in eine Zeit in der die Rasur mit dem Rasiermesser ganz normal war. Was würden diese Leute sagen, wenn sie sehen würden, welchen Firlefanz wir um die Messerrasur aufführen? Früher reichten ein, zwei Steine um das Messer scharf zu halten, heute brauchen wir einen Fuhrpark an Schärfsteinen und 20 verschiedene Pastenriemen. Wir diskutieren, ob ein Naturstein nun von der Körnung her ein 8000er, ein 8250er oder ein 8125,75er ist oder ob eine Sorte Chromoxid um 0,05µm feiner ist als eine andere und welchen Unterschied beide Sorten auf die Spaltlänge beim Haartest haben. Wir halten uns darüber auf, welche Form und welchen Durchmesser der perfekte Pinsel haben muss und ob ein 6/8-Messer besser als ein 5,75/8 rasiert.
Ich gebe zu, ich war früher selbst einer dieser Fanatiker, welche die Rasur auf orgiastische Weise zu einer perversen Spielart infantilen Sammlertriebes gemacht haben – unsere Urahnen würden ungläubig dreinschauen und im Grab rotieren, wenn sie sehen würden, was wir heute für einen Eiertanz um eine eigentlich so belanglose Sache veranstalten.
Klar, Hobbies sind selten an Rationalität gekoppelt, aber die Art der Diskussionen, die geführt wird – wie etwa der eine Ami, der sein Messer mit Druckluft von Wasserresten befreit oder der andere, der die Griffschalen nach Benutzung akribischer mit dem Föhn trockenlegt als eine Hure ihren zurecht gestutzten Schampelz – lässt mich in letzter Zeit nur mehr mit dem Kopf schütteln.
Ich habe mich wieder zurückbesonnen auf das Wesentliche: Eine gute Rasur. Dazu braucht es gute Zutaten, gar keine Frage. Aber diese pseudowissenschaftlichen Diskussionen, ob nun Messer A oder Messer B um zwei Haare glatter rasiert lassen mich völlig kalt. Alle meine Messer sind gut, mit allen kann ich mich rasieren – und was nicht funktioniert kommt in die Tonne. So einfach war es, so einfach ist es.

Als ich gestern den Penny-Prospekt durchblätterte staunte ich nicht schlecht:

Ein Rasiermesser bei einem Discounter – und sogar aus Edelstahl! Wow, ich bin beeindruckt – das muss ja 20x besser als ein schnödes Wacker aus blödem Carbonstahl sein. Wer traut sich, die 17,99 für ein Experiment zu opfern? Ich weiß mit dem Geld besseres anzufangen – etwa bei ebay alte Messer zu Restaurationszwecken kaufen…

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