Am Montag fuhr ich nach Metten bei Deggendorf in Bayern, um vor Ort bei Dick eine Shinko-Schärfmaschine mit drei Steinen (280/1000/6000) zu kaufen. Das Besondere daran: Die Maschine arbeitet horizontal und ist wassergekühlt. Früher war es immer eine wahnsinnige Arbeit, ein stark verschliffenes Messer (besonders bei kaum hohl geschliffenen Keilklingen) zu schärfen, da konnte es schon einmal passieren, dass man mehrere Stunden an den Steinen saß. Die Maschine erledigt diese Arbeit auf dem 1000er-Stein in wenigen Minuten, ist dabei leise, sauber, einfach zu handhaben und absolut perfekt für die Bedürfnisse eines Messerrestaurateurs und -Schärfers. Um das Prinzip der Maschine zu demonstrieren, habe ich ein kleines Video aufgenommen. Darin zeige ich den Anschliff eines Rasiermessers auf dem 1000er, den Steinwechsel und dann den Abzug auf dem 6000er-Stein. Bitte beachten: Es handelt sich um ein reines Demonstrationsvideo, bei dem die Schärfzeiten gegenüber den realen verkürzt wurden um das Video nicht zu lange ausfallen zu lassen. Zudem möchte ich noch anmerken, dass trotz Abzug auf dem 6000er auf dieser Maschine hinterher noch manuelle Arbeit auf den feineren Steinen nötig ist, der wirkliche Nutzen der Maschine liegt, wie gesagt, darin, die Arbeitszeit auf dem 1000er zu verkürzen.
8. Oktober 2008 at 19:57
Servus!
Ich habe eine Frage:
ich liebäugle auch mit der Shinko-Maschine. Ich frage mich nur, ob man damit auch längere Messer schärfen kann? Ist der Rand (Spritzschutz) weich oder hart? Wenn er weich ist wäre es eigentlich kein Thema… denke ich…
Danke für deine Antwort im Voraus!
Nikola
8. Oktober 2008 at 20:04
Hallo Nikola,
natürlich kannst du damit auch lange Messer schärfen – ich verwende die Maschine auch dafür. Selbst Spezialmesser von Küchenmaschinen, Scheren etc, sind (entsprechendes Wissen vorausgesetzt) mit der Maschine in Nullkommanix scharf.
Der Spritzschutz besteht aus weichem Schaumstoff, der stört überhaupt nicht, auch, wenn das Messer darüber hinausragt.
Viele Grüße,
Klaus