Vor zwei Tagen zeigte ich hier Bilder vom Schärfen eines Scheffield-Messers, einem harten McLellan. Soeben arbeitete ich ein Solingener „Kama“ aus deutlich weicherem Stahl auf. Die Unterschiede unter dem Mikroskop sind sehr deutlich, das weichere Kama nahm eine deutlich geradere Facette mit weniger Mikrozähnchen an. Nicht zu vergleichen ist allerdings die Spiegelpolitur, das McLellan sieht zerfurchter aus, und das Glänzen des Grates, was am Licht alleine liegt.

Hier der Vergleich:

Kama-Messer nach dem Abzug auf dem Lederriemen

Kama-Messer nach dem Abzug auf dem Lederriemen

Nach weiteren 70 Zügen auf dem Pferdelederriemen das Endergebnis, das (zumindest bei 200x-Vergrößerung) beweist, dass Pasten die Facette des extrem feinen Naturjapaners nicht mehr merklich verbessern/verfeinern können

Zum Vergleich hier nochmals das McLellan, ebenfalls nach dem Lederriemen. Trotz kleiner Mikrozähnchen rasiert es allerdings auch vorzüglich.

Der Vollständigkeit halber die Schärfabfolge beim Kama:
Rotations-1000er
Tam O’ Shanter
4000er King
GBB
Narutaki
Nakayama
Leder