Nun ist es also so weit: Die moderne Technik hat auch die Kassensysteme eingeholt.

Im neuen Saturn in Passau stehen zwei Selbstbedienungskassen. Man geht hin, scannt die Produkte, bezahlt bar oder per Karte und geht wieder raus.

Das wars?

Nein, nicht ganz. Wenn dem so wäre, würde ich kaum diesen Beitrag darüber verfassen.
Die Wirklichkeit sieht so aus:

Man stellt sich bei der Selbstbedienungskasse an. Dann möchte man bezahlen, es geht aber nicht. Schon kommt eine Kassiererin angedackelt, die erstmal die Maschine freigibt und dann die Sachen über den Scanner zieht. Nur das Geld darf man in Selbstbedienung (dabei hat das mit “Bedienung” nichts zu tun, wenn man widerwillig etwas hergibt) in den Gierschlund des metallenen Ungetüms stecken, menügeführt von einer blechernen Damenstimme aus der Konserve. Nachdem man der Maschine das Wechselgeld entnommen hat, darf man wieder gehen und gnädigerweise die bezahlte Ware mitnehmen.

Quizfrage: Was hat das mit dem Konzept einer Selbstbedienungskasse zu tun?
Antwort: Nichts. Darum gehe ich in Zukunft auch wieder zu der Kassiererin aus Fleisch und Blut – die fragt mich zwar wegen irgend einer blöden Statistik nach meiner Postleitzahl* und klingt dann im Stress zwar vielleicht etwas genervt, aber immerhin nicht mechanisch-blechern…

*Zweck der Statistk: Sie wollen wissen, wo ihre Kunden herkommen. Günter Grünwald formulierte das mal etwa so: “Die meisten werden aus der Gegend kommen und die wenigsten aus der Ungegend. Wozu brauche ich da eine Statistik?”