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Wie am 25.11. hier gebloggt habe ich meine Stellugnnahme zum österreichischen Internetzensurgesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes abgegeben. Die eingelangten Stellungnahmen wurden hier veröffentlicht: http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/ME/ME_00117/pmh.shtml Bloß komisch, dass meine nicht dabei ist, obwohl sie in der Form absolut korrekt eingereicht wurde. Will der Österreichische Staat hier ganz bewusst durch das „vergessen“ von Stellungnahmen die Protestwelle in der Bevölkerung herunterspielen? Wollen sie Kritiker verstummen lassen? Oder ist es einfach nur ein weiterer Fall von behördlicher Schlamperei? Wie dem auch sei, dies ist eine absolut unzumutbare Frechheit, die ich nicht auf mir sitzen lassen werde. Denen in Wien werde ich so lange einheizen, bis sie meine E-Mail finden und meine Stellungnahme zu den anderen hinzufügen!

UPDATE:

Ich habe Antwort auf eine E-Mail an die Parlamentsstelle bekommen. Es sieht so aus: Das Begutachtungsverfahren wurde vom BMVIT geleitet, es gibt aber zwei(!) Adressen an die man seine Stellungnahme absenden kann – einmal an das BMVIT und an das Parlament. Von letzterem war nirgendwo die Rede. Das BMVIT *sollte* die eingehenden Stellungnahmen an die Abteilung im Parlament weitersenden, damit diese bearbeitet und online gestellt werden. Am Wörtchen *sollte* ist schon zu erkennen wie theoretisch dies ist, denn in meinem Fall (und in wie vielen anderen?) ist dies nicht passiert. Eine Anfrage beim Parlament ergab eine sehr schnelle Nachforschungsaktion, bei der eben auch auftauchte, dass meine Stellungnahme beim BMVIT liegen geblieben war. Obwohl die Frist verstrichen ist, wird meine Stellungnahme vom Parlament noch bearbeitet und veröffentlicht. Ende gut, fast alles gut – ein gewisser Zorn auf das BMVIT bleibt aber…

PS: Mit Parlament sei immer die dort für die Bearbeitung zuständige Stelle bezeichnet.

Es gibt Neuigkeiten aus Berlin – genauer gesagt von Erik Kormann, dem Erfinder der beliebten Rasiercreme/-seife „Tabula Rasa“: Das Aftershave-Gel „Cool & Blue“ ist fertig und ich habe von Erik eine Flasche zum Testen bekommen. Das Gel kommt in einer 50ml-Flasche mit Pumpspender daher. Von der geringen Menge nicht entmutigen lassen – ein kleiner Klecks reicht vollkommen und die ganze Flasche soll bis zu einem Jahr reichen – was den Preis von knapp 20€ wieder relativiert. Beim Auftragen im Gesicht bemerkt man zuallererst den Duft: Frisch, balsamig mit an Weihrauch und Myrrhe erinnernden Anflügen – sehr geheimnisvoll. Als nächstes merkt man das Menthol, wohl dosiert ist es, nicht zu stark aber dennoch bemerkbar. Für mich macht allerdings nicht nur das Menthol dieses Produkt zu einem für den Sommer, sondern auch dessen Leichtigkeit, denn meine nach Fett lechzende Haut (ich stelle in dieser Hinsicht allerdings wirklich ein Extrembeispiel für Pflegebedarf dar) vermisst diesen Faktor etwas. Das Fehlen von Fetten (wie Sheabutter, Arganöl) erklärt auch die wunderbare Eigenschaft des Produktes, sofort in die Haut einzuziehen und keinerlei Schmierfilm auf der Backe zu hinterlassen. Was bleibt ist nur der wunderbar sinnliche Duft. Für Männer mit unempfindlicher bis normaler Haut oder im Sommer ein wirklich sehr gutes Produkt mit einem ausgezeichneten Duft.

Interessiert? Dann gleich auf zu Eriks Webshop

Nähere Infos gibts auch noch in Eriks Weblog:
http://www.aromatisches-blog.de/2009/12/07/nassrasur-after-shave-gel/
http://www.aromatisches-blog.de/nassrasur/

Bild: Erik Kormann

Bild: Erik Kormann

Vor einem Monat erfolgte der letzte Blogeintrag – bin ich etwa faul oder nachlässig? Nein, ich habe einfach nur  viel zu tun. Doch was mache ich die ganze Zeit? Wenn ich nicht gerade arbeite (ich bin zur Überbrückung bis zum Masterstudium bei einer Druckerei in Ried im Innkreis in der Druckvorstufe tätig), dann werde ich daheim gebraucht, moderiere in einigen Internetforen oder übe gerade eine Tätigkeit aus, die mit Film und/oder Schnitt zu tun hat. Jawohl, Videoschnitt! In den letzten Monaten habe ich an ein paar Projekten bei einem Filmteam mitgearbeitet und eine dritte Kamera eingebracht, was in vielen Fällen beim Schnitt eine wesentliche Erleichterung gegenüber nur zwei Kameras bringt. Über diese Tätigkeiten habe ich meine Lust am Filmen und Schneiden wiederentdeckt und werde auch in Zukunft mit den beiden Herren zusammen Projekte machen.

So kommt es nun, dass ich – durch meine Arbeit mit frischem Bargeld ausgestattet – meine alte Ausrüstung von Grund auf modernisiere. Statt der alten Sony TRV-110E Digital8-Kamera habe ich mir nun eine Panasonic NV-GS330E zugelegt, das alte Bilora-Stativ wird durch ein Velbon DV-7000 mit Fluidkopf ersetzt, dazu kommen Videoleuchte, Akkus und sonstiges Zubehör. Damit bin ich für die kommenden Jahre gerüstet.

Höre ich jemanden „Warum nicht HD“ sagen? Die Antwort ist ganz klar: Weil die Kamerahersteller den ambitionierten Amateurmarkt sträflich ignorieren – unter 1500€ ist keine brauchbare HD-Kamera (Brauchbar meint: 3-CCD- Sensor mit ordentlicher Auflösung ohne Interpolation, Sucher zusätzlich zum Bildschirm, Speicherformat mit akzeptablem Workflow…) zu bekommen.  Außerdem ist mir das DV-Format in der Hinsicht sehr angenehm, als der Workflow beim Schnitt sehr einfach und ausgereift ist und die Kassetten ein ideales Archivformat darstellen – zumindest idealer als Mini-DVDs, gebrannte DVDs, Speichersticks/-Karten oder ein Regal voller Festplatten.

Schon seit längerer Zeit spukte der Gedanke in meinem Kopf herum, selbst mal im Kaltverfahren eine Körperseife herzustellen. Mein Bruder organisierte das NaOH und so gingen wir vor zwei Tagen am Abend ans Werk: Es sollte eine Olivenölseife werden, mit gemahlenem Kaffee als Peeligeinlage und zur Deodorierung. Als antibakterieller Wirkstoff wurde mit Teebaumöl beduftet, dazu kam ein Schuss BIO-Lavendelöl aus der Provence.

Die Seife selbst (Überfettung: 5%) wurde erstellt aus:

90% Olivenöl
9% Rapsöl
10% Kaffeebohnen
Flüssigkeit: Schwarzteeaufguss

Heute wurde die Seife aus der Form genommen und in Stücke geschnitten. Sieht doch ganz annehmbar aus, oder?

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fertig geschnittene Seifenstücke

In ein paar Wochen, wenn die Seife fertig abgelagert ist, können wir sie testen. Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Das war die erste aber nicht die letzte Seife, die ich selbst gemacht habe!

Ich gebe es zu: Die „Sir Irisch Moos“ ist mit ihrem grünen, frischen aber dennoch beruhigenden Duft eine meiner Lieblingsrasierseifen. Dazu noch der fette, dicke, sahnige Schaum, der exzellent einweicht und hinterher ein gepflegtes Hautgefühl hinterlässt – eine Rasierseife für Götter!

Links im Bild ist eine alte Version der Rasierseife zu sehen mit ganz ungewöhnlichem Deckel. Zu beachten ist auch, dass der Hinweis auf „Irisch Moos“ nur klein auf der Seite zu sehen ist. Leider ist der Duft dieses (ich kann nur schätzen) etwa 30 Jahre alten Exemplares gänzlich verschwunden, es bleibt nur mehr ein Duft nach Seife. Von den Rasureigenschaften ist sie genau so gut – wenn nicht sogar besser – als die Version in der Mitte. Dies ist ein Stick der im Jahre 2007 gekauft wurde, die Firma ist „Muelhens“ aus Köln, besser bekannt für die 4711-Produkte. Klarer Unterschied ist – bei bis auf den „Hubbel“ gleicher Verpackung – dass das „Sir“ in den Hintergrund getreten ist und dafür der Duft „Irisch Moos“ im Vordergrund steht. Ganz rechts außen ist die aktuellste Version zu finden. Diese stammt aus dem Jahr 2008 aufwärts und unterscheidet sich gleich in mehreren Punkten von den vorhergehenden. So wurden unter anderem die Marken 4711 und Irisch Moos an Mäurer&Wirtz verkauft, besser bekannt für die „Tabac“ – Serien. M&W passte die Irisch Moos an die Tabac-Linie an, was die mit dem Tabac Original Stick idente Verpackung und Inhaltsmenge erklärt. Aber auch die Rezeptur wurde gegenüber der früheren Version geändert – ein Unterschied im Rasurverhalten und im Duft ergibt sich daraus aber glücklicherweise nicht, sodass die Irisch Moos eine Empfehlung unter den Rasierseifen bleibt. Einziges Problem ist die Verfügbarkeit – man muss oft lange danach suchen um einen Stick zu ergattern.

Drei Generationen Sir Irisch Moos

Drei Generationen Sir Irisch Moos

Eigentlich bin ich ja Kaffeetrinker, aber immer wenn es draußen kälter wird steigt mein Teeverbrauch exorbitant an. Aus dem Grund gab ich am Sonntag eine Testbestellung bei Demmers Teehaus in Wien auf, die jede Menge an Spezialitäten im Angebot haben. Neben den üblichen Schwarztees (in bester FTGFOP-Qualitätsstufe) waren auch Päckchen von grünem und gelbem Tee in meiner Bestellung dabei – Abwechslung ist einfach alles.

Eigentlich ist es ja interessant: Ein Päckchen von 100g guten Tees kostet zwischen 5 und 15 Euro. Im Kaufgeschäft kosten 25 Gramm Tee minderwertiger bis mittelmäßiger Qualität in Säckchen vorportioniert so um die 2€. Da sagt noch mal einer, guter Tee sei sooooo teuer…

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Unlängst bekam ich von einem guten Freund ein jungfräuliches Stück Pashana-Rasierseife geschenkt. Bis jetzt war mir aus dem gleichnamigen Hause nur die Brillantine bekannt, die ich sehr gerne verwende. Der Duft ist dezent und unaufdringlich, er erinnert mich an einen Spaziergang durch einen französischen Kräutergarten nach einem erfrischenden Regenguss – herbal und angenehm, genau richtig für die Jahreszeit.
Zu den Inhaltsstoffen kann ich nichts sagen, da mir die Seife ohne Verpackung überreicht wurde. Das Stück Seife (55 Gramm) sieht aus wie die Golddachs, ist aber keine.

Zu den positiven Eigenschaften:
- lässt sich sehr schnell zu dichtem, feinporigem Schaum schlagen
- Bleibt über drei Durchgänge stabil
- weicht gut ein
- riecht nur dezent
- lässt sich leicht von der Klinge spülen
- günstiger Preis

Zu den negativen Eigenschaften:
- riecht nur dezent
- der Verbrauch ist nach einmaliger Benutzung deutlich sichtbar – da git es Seifen, die länger halten
- Pflegeeigenschaften sind eher mittelmäßig bis schwach

Zu bekommen ist die Seife im Internet – als Viererpack für wenig Geld, was den etwas höheren Verbrauch wieder relativiert.  Insgesamt ein emfehlenswertes Produkt.

In einem Online-Rasurforum drehte sich vor kurzer Zeit eine lange Diskussion um die Qualität der Spyderco-Schärfsteine. Während manche Messerschärfer damit (Ultrafine-Version) exzellente Ergebnisse erzielten, hielten andere die Steine für Rasiermesser ungeeignet. Die einen berichteten von blank polierten Facetten, die anderen von grässlichen Kratzmustern. Dies führte zu der Vermutung, dass es wohl verschiedene Qualitäten bei den Steinen geben müsse.

Ob das wirklich so ist, kann nur ein Vergleich herausfinden. Die beiden User abc123 und Senser taten sich zusammen und schärften zwei Vergleichsmesser mit verschiedenen Steinen (Vorbereitung vor dem Schärfen mit den Spydercos durchgehend mit dem 10000er Naniwa) auf je einem Drittel der Schneide:

Messer 1 „Bundesmann“:
- Naniwa 10000
- Spyderco UF „kratzend“
- Spyderco UF „polierend“

Messer 2 „Christensen“:
- Naniwa 10000
- Spyderco UF „kratzend“
- Spyderco F

Eine Kratzspuranalyse unter dem Mikroskop sollte anschließend die Sachlage klären. Die Messer wurden dabei zwei mal – unter verschiedenen Lichteinfallswinkeln – untersucht.

Die Ergebnisse:

  • Es scheint tatsächlich Unterschiede zwischen den verschiedenen Ultrafine-Spydercos zu geben, ein Stein zeigt deutlich mehr gröbere Partikel als der andere – beide erzeugen jedoch mehr oder weniger starke Kratzer.
  • Die Facette des einen Spydercos zeigt einen deutlichen Bart unter dem Mikroskop, welcher in dieser Form unerwünscht ist.
  • Der „Fine“ – Spyderco (die Facettenspitze darf hier nicht gewertet werden, da nicht ganz durchgeschärft wurde) zeigt weniger grobe Riefen als der UltraFine(!).
  • Der Naniwa 10000 hat zwar ein ausgeprägtes Kratzmuster, die Riefen sind aber wesentlich feiner und weniger tief als bei beiden Spydercos zudem ist das Kratzmuster gleichmäßiger mit einer sehr schönen Durcharbeitung bis zur Spitze. Den Vergleich mit den nominell feineren Spydercos gewinnt der Naniwa ohne Wenn und Aber.

Auf Grund dieser Erkenntnisse kann ich einen Spyderco UF nun nicht mehr uneingeschränkt für die Benutzung an Rasiermessern empfehlen – hier gibt es zuverlässiger arbeitende und geringere Produktionsstreuung aufweisende Alternativen im Wassersteinbereich.

Vielen Dank an Senser und abc123 für diesen aufregenden und interessanten Test!

Erster

Erster Durchgang unter dem Mikroskop

Zweiter Durchgang unter dem Mikroskop

Zweiter Durchgang unter dem Mikroskop

Gerade mal fünf Jahre ist es her, da veranstalteten unsere Abschlussklassen am Gymnasium den Maturaball. Vor zwei Tagen (12.09.2008) war es soweit: Mein Bruder (der mittlere von uns drei Geschwistern) kam in die achte Gymnasiumsklasse und sie veranstalteten ihren Maturaball. So kurzlebig ist das Leben, im einen Moment sind die Brüder noch kleine Kinder und plötzlich sind sie schon fast erwachsen…

Am Ball half ich bei der Technik, beim letzten Auf- und beim Abbau etwas mit und war für die Foto- und Videodokumentation mitverantwortlich. Aus dem Grund erstellte ich einen kleinen „Trailer“ für das offizielle Ballvideo, der auch bei Youtube zu sehen ist. Beim späteren Ballvideo werden noch viele weitere Szenen, die weitere Personen filmten (Barbetrieb, Gäste, andere Blickwinkel sowie Closeups) zu sehen sein, aber, wie ich meinen möchte, liefert der Trailer einen kleinen Einblick in die Arbeit der Maturanten, zeigt vorwiegend Ausschnitte aus Tanzproben, Polonaise, Eröffnung und Mitternachtseinlage.

Viel Vergnügen!

Download bei RapidShare (640×512, 25fps, Xvid/MP3, 85MB): http://rapidshare.com/files/145296518/balltrailer_upload.avi.html

Die heutige Ausbeute

Die heutige Ausbeute

Heute war es endlich soweit: Neben einem Boots-Set und einer Dose „Renaissance Wax“ aus England kam meine Lieferung von Calani an. Bis auf die unbeduftete Seife habe ich nun alle Rasierseifen der Dame entweder als Testmenge oder als großes Stück zu Hause, zudem bekam ich auch noch ein Stück „Earl Grey“ Badeseife, die himmlisch duftet. Ab morgen beginnt dann der große „Calani-Test“, bei dem ich alle Seifen einer Geruchs- und Rasurprobe unterziehen werde. Haltet also die Ohren steif!

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