Heute auf dem Weg zu einem Seminar gesehen:

Nein Danke, diese Viecher können die D-Promis von mir aus im Dschungel in 10 Variationen verspeisen, aber auf meinen Teller kommen sie nicht. Ich höre ihnen viel lieber zu, wie sie am Abend vor meinem Fenster zirpen.

So was aber auch…

Als ob es nicht reichen würde, dass Post-Chef Georg Pölzl in unserem Ort die (sicher nicht defizitäre!) Postfiliale zusperrt, nein, der Mann, der sicherlich keiner bildungsfernen Schicht entspringt, kann nicht mal richtig Deutsch. Im Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten wird er so zitiert:

„Am Ende des Tages wird es mehr Post-Stellen geben als jetzt“

Wie, am Ende des Tages? Die Uhr zeigt 19:10 und es sind immer noch gleich viele Poststellen wie am Morgen, als ich dieses Zitat zum ersten Mal las. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Mann einfach kein Deutsch kann und in Ermangelung seiner Deutschkenntnisse einfach die englische Redewendung „at the end of the day“ eingedenglischt hat. Ganz ohne Rücksicht darauf, ob es diese Redewendung auch gibt. Ich denke, der Mann hat in seiner Schulkarriere einfach in der Englischstunde gefehlt, in welcher der Lehrer erklärte, dass man Redewendungen nicht 1:1 übersetzen kann. Nunja, der Mann hat wohl in mehreren Schulstunden gefehlt, denn jedes Schulmädchen kann ausrechnen dass der ständige Abbau von Filialen nicht gut gehen kann, weil er auf die Dauer sinkende Servicequalität bedeutet. Ich hoffe, der Herr Pölzl kann die Bedeutung des englischen Wortes „Service“ besser verstehen als die Redewendung, welche er von sich gegeben hat…

In den letzten Tagen hat die Österreichische Post eine sicherlich nicht billige Werbekampagne zu einem Postkartenservice gestartet. Die Idee: Man lädt sich ein Programm aufs Handy mit dem man unterwegs eine Postkarte erstellen kann, welche von der Post gedruckt und zugestellt wird. Leider hat die Post es wohl verabsäumt, den auf allen Werbematerialien aufgedruckten bee-tag zu überprüfen. Folgt man mit dem Mobilgerät nämlich den Link und will die Android-Version herunterladen, so bekommt man nur eine Fehlerseite angezeigt (insert hämisches Lachen here ©).
So viel Geld für die Werbung beim Fenster rausgeworfen aber niemand ist auf die Idee gekommen, das Produkt zu testen… Irgendwie bezeichnend für die finanzielle Schieflage des Unternehmens.

…naja fast. Falls man es nicht lesen kann: Auf dem Schild steht „Frauenparkplätze“. Naja, das hätte man ohne das Schild wohl auch bemerkt ;)

Ich frage mich, warum die Produktentwickler eine Trivialität wie diese (gut, nicht in der Programmierung, aber in der Praxis) ignorieren: Wir haben eine neue Pellets-Heizung bekommen, diese wurde neu befüllt. Testweise hatten wir drei 15kg-Säcke Pellets in die Ansauganlage gegeben um alles zu testen, der Heizungsbauer und der Installateur waren zur Inbetriebnahme anwesend. Was war? Die 45kg waren zu wenig um den Tagesbehälter der Pelletsanlage zu füllen – ständig meldete diese „Pellets nachfüllen“ und ließ uns nicht fortfahren. Genau an dieser Stelle wäre sie hilfreich, die Taste, mit der man dem Gerät sagen kann, dass es einen am Arsch lecken und einfach fortfahren soll – 45kg Pellets sollten für einen Test ja wohl genug sein.

Ich bin mir sicher, es gibt tausende andere Anwendungen wo so eine „Ich Chef, du halten Fotze und machen was ich sagen-Taste“ wirklich angebracht wäre. Aber leider setzt so eine Einrichtung einen mündigen Menschen voraus, der Hirn im Kopf hat. Diese Menschen werden auf diesem Planeten aber immer weniger und sie werden durch Möchtegern-Paris-Hiltons und Möchtegern-Stefan-Raabs mit Strohhirn ersetzt. Also werden wir – bei aller wünschenswertigkeit – so eine Taste niemals sehen und uns weiterhin mit nervigen Geräten herumärgern…

Heute war ich auf Service bei einem Kollegen, der auf Windows Vista mit Premiere CS4 Filme schneidet. Das Problem: Beim Abspielen des Videomaterials stottert der Ton alle paar Sekunden. Ich tat also, was man in so einer Situation tut: Prozessorauslastung überprüfen, Festplattengeschwindigkeiten testen, RAM- Benutzung testen (Vista braucht wahnwitzige 1,3GB RAM + 1,5GB SWAP nach dem Start auf einem sauberen System OHNE größere Drittprozesse im Hintergrund!!!), überprüfte Treiber und Programme. Kein Erfolg, alles *sollte* funktionieren. Dann der Hinweis: „Wenn ich jetzt aber die eSATA-Platte anstöpsle, dann geht es“. Also die eSATA-Platte angeschlossen und siehe da: Das Problem war futsch, alles ging. Weitere Tests brachten folgendes zu Tage: Wenn die Platte am Strom ausgeschaltet ist, aber mittels eSATA mit dem Rechner verbunden ist, dann tritt das Problem mit dem Videoruckeln auf, ist die Platte eingeschalten oder das Datenkabel abgestöpselt, ist es weg. Woran es liegt? Entweder an Vista (sehr wahrscheinlich) oder am SATA-Controller. Ein Firmwareupdate des Controllers habe ich nicht gemacht, da ich dem Soft-RAID-Braten nicht traue, dass da nicht was zerschossen wird. Genau konnte ich das Problem also nicht identifizieren, denn leider habe ich unter Windows nur höchst eingeschränkte Logdateien und Fehlersuchmöglichkeiten (Dreckszeugs elendiges, ich könnte fluchen, wenn ich die Log-Armut jedesmal aufs neue sehe wenn ich Logs am dringendsten bräuchte) – unter Linux hätte ich die Wurzel des Problems längst identifiziert. Naja, wie dem auch sei: Ende gut, alles gut, muss er halt das eSATA-Datenkabel nach Benutzung immer ausstöpseln.

Heute kam mein Bruder ganz bestürzt in mein Zimmer „Windows 7 meldet, dass es eine illegale Kopie entdeckt hat“.
Die Vorgeschichte: Vor ein paar Tagen setzte mein Bruder nach einem RAM- und Festplattenupgrade seinen Dual-Boot-Rechner neu auf, neben Ubuntu 10.04 auch Microsoft Windows 7 für die Spielereien. Da wir die Windows-Version bei der Vorbestell-Aktion aus England organisiert hatten (der deutsche Markt war ja bekanntlich binnen Stunden ausverkauft), wurde auch das deutsche Sprachpaket aufgespielt. Tja, und das war dann auch des Rätsels Lösung. Die Sprache wurde auf Englisch um(zurück-)gestellt und dann ließ sich das Produkt wieder aktivieren und aus der illegalen wurde eine legale Version.

Klingt unlogisch? Hey, es ist ein Microsoft-Produkt, wer bitte erwartet da ernsthaft, dass da irgendwo Logik versteckt sein sollte?

Vor etwa einem Monat bloggte ich bereits, dass wir unseren Stromanbieter wechseln. Noch ist die Umstellung nicht vollzogen – der alte Anbieter Verbund ziert sich noch. Schon bald aber werden wir Ökostrom eines kleinen österreichischen Anbieters beziehen und gleichzeitig noch Geld sparen. Tolle Sache!

Es hat sich aber noch was anderes getan in unserem Haus: Vor gut zwei Monaten kam mir eine Idee. Die Heizölpreise waren im Steigen, für die nächsten Jahre ist eine Einstellung von Öko-Förderungen von Bund und Land zu erwarten und eine absehbare (moderate?) Inflation wird seitens des Gesetzgebers für eine Senkung der Schuldenlast aber gleichzeitig eine Entwertung der Ersparnisse sorgen. Da unsere alte Ölheizung samt Wärmepumpe nunmehr 26 Jahre alt war (für eine Wärmepumpe ein extrem hohes Alter) dachte ich über einen Umstieg nach – einen Umstieg auf umweltverträgliche Technologien. So kam es, dass in kurzer Zeit entschieden wurde, die Heizungsanlage auszutauschen – gegen einen Pelletskessel und eine Solaranlage. Letzte Woche waren die Heizungsbauer hier und die Solaranlage verrichtet bereits ihren Dienst. Die Pelletsanlage wird demnächst in Betrieb genommen – es fehlt noch die Fertigstellung des Lagerraumes. Rentiert hat sich die Umstellung allemal. Alleine das, was wir heuer an Geld beim Pelletskauf gegenüber den Heizölpreisen zahlen, würden wir auf der Bank nicht an Zinsen bekommen für das Geld, das auf die hohe Kante gelegt wurde. So sind alle glücklich – wir, weil wir zur richtigen Zeit investiert haben – und die Umwelt über einen – auf die Betriebsdauer der Anlage gesehen – deutlichen Rückgang der CO2-Emissionen unseres Haushaltes. Jetzt nur noch die Fenster wechseln, dann können die Kosten (und die Emissionen) weiter gesenkt werden.

Ich frage mich gerade, ob es Leute gibt, die aus dem Ölleck Konsequenzen ziehen werden? Beispielsweise durch den Boykott von Tankstellen, welche BP-Sprit verkaufen. Als Alternative könnte man ja etwa Sprit von Exxon kaufen – die Firma gilt als sicherster Mineralölkonzern, der seine Lehren aus einem Tankerunglück gezogen hat. Ich befürchte aber, dass es nur wenige Autofahrer und Ölverbraucher gibt, die sich darüber Gendanken machen, mit welchem Risiko die Firma das Öl fördert, von welcher man gerade kauft….

Vor wenigen Monaten – das Jahr 2009 neigte sich dem Ende zu – kündigte die Energie AG in Oberösterreich (massive) Strompreiserhöhungen an. Der größte Verfolger – der Verbund – tönte aus vollem Rohr: Wir senken die Preise nicht! Schon damals roch ich die Lunte und erwartete für 2010 auch beim Verbund Preiserhöhungen. Heute war es so weit: Uns flatterte ein Wisch ins Haus, dass der Verbund die Preise massiv erhöhen würde. In unserem Haushalt umgerechnet eine Steigerung von sage und schreibe gut 13% – von 850€ im letzten auf rechnerische 966€ für dieses Jahr!!!

Sofort war mir klar: Dieser Verein von Lügnern und Betrügern* sieht von unserem Haushalt keinen einzigen Cent mehr – wir wechseln (wieder)! Soeben habe ich die Unterlagen für einen kleinen Kärntner Ökostromanbieter (Fossiler und Atomstrom kommt prinzipiell nicht in Frage) ausgedruckt und ausgefüllt – morgen gehen die Unterlagen zur Post. Und der Verbund? Der wird von mir einen gesalzenen Brief erhalten in welchem ich diesen Hanseln mal erklären werde, was ich von dieser Nepper-Schlepper-Bauernfängeraktion halte. Wir selbst waren als langjährige Verbund-Kunden zwar nicht von dem falschen Versprechen betroffen, aber ein Unternehmen, das es nötig hat, auf so schmierige Weise Kunden zu fangen, ist bei mir und der Familie unten durch! So ein Geschäftsgebaren ist gegen jede Moral! Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich bin nicht gegen (gerechtfertigte) Preiserhöhungen und schon gar kein Geizkragen, denn nur wegen der kleinen Ersparnis bräuchte ich den Stromanbieter nicht zu wechseln. Ich bin einem Unternehmen normalerweise sehr treu, aber eben nur so lange, so lange dieses mich als Kunden auch dementsprechend würdigt.

*Wie soll man es sonst nennen, wenn mit falschen Versprechen die Kunden scharenweise von der Energie AG abgezogen werden, nur um ihnen ein paar Monate später wie einen Faustschlag ins Gesicht Preiserhöhungen mit dem Knüppel aufzudrücken?

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